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Von Geborgenheit und Selbstverurteilung

 

Die Verse von heute lösen in mir ein Gefühl von Geborgenheit, aber auch von Selbstverurteilung aus.

In dem Abschnitt des ersten Buch Moses lesen wir, wie Gott Jakob und seine Familie nach Ägypten führt. Die Verse erinnern uns an die Worte, die Gott Jakobs Großvater (Abram) in 1. Mose 15 gesagt hat: „Du sollst wissen, dass deine Nachkommen Fremde in einem fremden Land sein werden.“

Die Geschichte von Jakob ermutigt mich, denn sie spiegelt Gottes Charakter und Treue wider. Gott kann nicht weniger sein als das, was er vorgibt zu sein: Er ist unermesslich und unveränderlich gut und treu. Gott bricht Seine Versprechen nicht.

Im selben Atemzug fühle ich mich schuldig, wenn ich die Verse von heute lese, denn ich erwarte von Gott auch all zu oft, dass Er nach meinem Zeitplan und nach meinen Erwartungen handelt. Abrams Nachkommen mussten viele hundert Jahre im Exil in Ägypten verbringen. Mose hat das verheißene Land trotz seines Bestrebens nie betreten. Paulus, der große und bedeutende Leiter der ersten Gemeinde, musste viel erleiden. Warum? Warum das Warten? Warum das Umherwandern? Warum das Leid?

Keiner kann das beantworten, aber eins ist klar: Unsere Gedanken sind begrenzt und deswegen können wir Gottes komplexen Plan für die Menschheit nie ganz begreifen. Unser Leben ist ein kleines Puzzleteil eines gewaltigen Puzzles, ein dünner Strang in einem Geflecht von Geschichten. Wir können es einfach nicht vollständig sehen oder verstehen.

„Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt.“ – 1. Korinther 13,12

Wenn die Welt aus den Fugen gerät oder wenn du dich verlassen fühlst, dann lass uns an Gottes Versprechen festhalten, dass „für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt“ (Römer 8,28). Wir können Gottes Plan vertrauen. Er hat sich über die Jahrhunderte als treu erwiesen.

Sara