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Feinde zu Erben

Vor kurzem bin ich mit ein paar Freundinnen für ein Wochenende weggefahren. Einige von ihnen kannte ich zu diesem Zeitpunkt schon seit vielen Jahren, andere kannte ich weniger gut. Auf der Fahrt habe ich mir als Vorbereitung für diese Bibelarbeit unseren heutigen Vers durchgelesen. Ich dachte daran, was meine Freundinnen und ich bereits miteinander erlebt hatten. Mir fiel auf, wie oft Versöhnung dabei ein Thema war.

Jede von uns hat es schon erlebt, dass man sich unter Freunden, in der Familie oder mit Arbeitskollegen nicht einig war. Manchmal wachsen wir daran. Wir überwinden unsere Differenzen und verstehen einander danach besser. Manchmal steht uns unser Stolz im Weg. Manchmal finden wir einen Kompromiss, manchmal vereinbaren wir lediglich einen Waffenstillstand. Manchmal macht uns ein Konflikt bitter und wir empfinden Groll.

Wir Menschen sind wirklich ein verkorkster Haufen. In jede Beziehung bringen wir unsere Altlasten und Wunden aus der Vergangenheit mit. Das führt unweigerlich zu Spannungen. Außerdem sind wir von Natur aus sündige Menschen und machen selbst in unseren besten Momenten Fehler. Beziehungen und Versöhnung sind schwierig und kompliziert.

Bevor Jesus auf die Erde kam, war unsere Beziehung mit Gott kaputt. Wir waren Fremde und galten als Feinde Gottes (Römer 5,10). In Jesaja 59,2 heißt es: „Nein, eure Sünden sind eine Schranke, die euch von Gott trennt. Wegen eurer Sünden verbirgt er sein Antlitz vor euch und will euch nicht mehr hören.” Wenn ich das aus einer weltlichen Sicht betrachte, klingt das für mich nach einer Beziehung, die unwiderruflich gescheitert ist. Aus einer Ewigkeitsperspektive betrachtet ist die Beziehung für immer verdammt.

Aber Gott ist gnädig. Er hat Seinen Sohn am Kreuz geopfert, um sich mit uns zu versöhnen. Jesus kam, um „durch sein Opfer die Menschen von ihrer Schuld zu befreien” (Hebräer 2,17). In 2. Korinther 5,17-18 lesen wir folgendes: “Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen! Dieses neue Leben kommt allein von Gott, der uns durch das, was Christus getan hat, zu sich zurückgeholt hat. Und Gott hat uns zur Aufgabe gemacht, Menschen mit ihm zu versöhnen.” Wenn wir die Rettung annehmen, die wir durch Jesus geschenkt bekommen, werden wir mit Gott versöhnt (Römer 5,10). Durch das Blut Jesu am Kreuz können wir Frieden schließen mit Gott (Kolosser 1,20).

Ich liebe die Worte aus 2. Korinther 5,12. Dort heißt es: „Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.” Das können wir uns nicht erarbeiten. Wir verdienen es nicht.

Wenn wir das Geschenk der Erlösung angenommen haben, ist es unsere Verantwortung, anderen Menschen zu erzählen, wie sie sich mit Gott versöhnen können. Wenn wir unser Leben „vor Jesus” beschreiben, klingt das vielleicht furchtbar. Wir dürfen nicht vergessen, dass dasselbe auch für ein Leben „ohne Jesus” gilt. Freunde, verbreitet die Gute Nachricht. Lasst uns dafür sorgen, dass es Himmel richtig voll wird.

Sara

Herausforderung Woche 3

Denke über die Ereignisse in Jakobs Leben nach, die du bis jetzt gelesen hast. Hätte Gott Jakob auch ohne sein listiges Verhalten errettet? Hat Jakob durch Selbstvertrauen und Täuschung den Segen Gottes verpasst? Inwiefern zeigten Jakobs Kinder die gleiche Neigung zu Selbstvertrauen und Täuschung?