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Eine Frau, die den Herrn fürchtet

 

Ich bin mir sicher, dass viele von uns Sprüche 31 gut kennen, auch wenn du das Kapitel noch nie tiefergehend studiert hast. Vielleicht hast du in Predigten, Bibelarbeiten für Frauen oder verschiedenen Insta-Beiträgen immer mal wieder vom Idealbild einer Frau gelesen, eine Frau, wie sie in Sprüche 31 beschrieben wird. Tugend und Schönheit kennzeichnen diese Frau, Mutter, Ehefrau, Tochter – wenn sie danach lebt, wie es in diesem Kapitel beschrieben wird.

Doch was, wenn du weder Ehefrau noch Mutter bist? Oder vielleicht bist du es zwar, aber es hat dich schon lange keiner mehr dafür gelobt oder darin bestärkt.

Ich will, dass wir einen Moment lang innehalten und uns darüber bewusstwerden, dass es bei dieser Bibelstelle um mehr geht als eine Frau und ihren Beziehungsstatus, ihre tägliche Arbeit, ihre Lebensziele oder ihren aktuellen Lebensabschnitt.

Vielleicht bist du noch Schülerin und damit Jahre davon entfernt, eine Ehefrau oder Mutter zu sein. Dennoch hat diese Bibelstelle eine Relevanz für deinen Lebensabschnitt. Vielleicht bist du eine junge Frau, die immer noch keinen Partner hat, obwohl du nie daran gedacht hattest, in deinem Alter noch single zu sein. Vielleicht verletzt es dich, dass du keine Kinder hast, die du in deinen Armen halten kannst.  Vielleicht hast du in deiner aktuellen Lebensphase nicht die Möglichkeit oder die finanziellen Mittel, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Oder vielleicht weißt du auch einfach nicht, wie man einen Knopf annäht.

Ich bin mir sicher, dass du verstehst, worauf ich hinausmöchte. Gott wollte nicht, dass wir dieses Kapitel lesen und es als tatsächliche Checkliste verstehen, die den Wert einer Person bestimmt und einen edlen Charakter definiert. Vielmehr schenkt uns Gott Bilder, in die wir eintauchen können und dadurch entdecken, dass ein edler Charakter vielmehr mit der Herzenshaltung als mit Taten im Leben zu tun hat. Weil es um unser Herz geht, können wir an jedem Punkt unseres Lebens Frauen mit einem edlen Charakter sein.

Eine Frau, die den Herrn fürchtet. Das ist unser Startpunkt. Wenn wir lernen, was es bedeutet, den Herrn zu fürchten, dann werden wir sehen, wie Weisheit in unserem Leben Gestalt annimmt.

Die Furcht vor dem Herrn beginnt in unseren Herzen. Es ist die Ehrfurcht und ein Staunen vor Gott, die unsere Art zu leben beeinflusst. Das ist es, wenn wir Gott respektieren und ehren, Seinem Wort gehorchen, Seinem Willen entsprechend leben und Ihn mit unserem ganzen Leben loben.

Wenn wir verstehen, wer Gott ist, wenn wir Zeit in Seinem Wort verbringen und in unserer Beziehung zu Ihm wachsen, dann entsteht der ehrfürchtige Wunsch in uns, Gott ganz natürlich gefallen zu wollen. Es schenkt uns Verständnis und Einblicke, dass Seine Wege höher als unsere sind, Seine Wege sind perfekt, sie bringen Leben und führen uns auf Pfaden der Gerechtigkeit. Die Ehrfurcht des Herrn ist der Beginn von Weisheit, Erkenntnis und Verständnis (Sprüche 1,7).

Wir hören auf Seinen Geist, der unsere Entscheidungen führt. Wir lernen, wie wir Beziehungen zu unseren Mitmenschen führen. Wir gehen weise mit unserer Zeit und unseren Ressourcen um. Wir sprechen Worte aus, die Leben, Freundlichkeit und Gnade hervorbringen. Unser Leben nimmt Gestalt an mit einem edlen Charakter, der heraussticht und die Welt aufhorchen lässt. Das ist es, was die Menschen um uns herum sagen lässt, dass „irgendetwas anders an ihr ist“, etwas, das wunderschön und attraktiv ist, aber über oberflächliche Schönheit oder äußere Errungenschaften hinausgeht.

Die Furcht vor dem Herrn durchdringt jeden Teil unseres Lebens, sowohl in geistlicher Hinsicht als auch unsere tägliche Arbeit, und das auf wunderbare Art und Weise.

 

 

Das ist ein Leben, das gekennzeichnet ist von wahrer Schönheit durch Hingabe: Ein Leben voller Ehrfurcht vor dem Herrn, sodass die Menschen um uns herum, sowohl die Nahestehenden als auch die Weitentfernten, von unseren Leben und unserer Liebe beeinflusst werden. Dann bleibt nichts anderes übrig als zu sagen: „Es gibt viele tüchtige Frauen, doch du übertriffst sie alle!“ (Sprüche 31,29).

Andrea