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Gott, sei mir nahe.

In diesem Fall wiederholt sich Geschichte auf schreckliche Art und Weise. Der Begriff „Genozid“ entstand erst 1944. Die gültige UN-Konvention (von 1948) definiert „Genozid“ als eine Handlung, „begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“.

Schaut man in der Menschheitsgeschichte zurück, wurden solche Gräueltaten zu allen Zeiten verübt. Der Holocaust wurde am gründlichsten erforscht und ist das bekannteste Beispiel unserer Zeit. Hitlers Regime war während des Zweiten Weltkrieges u.a. verantwortlich für die Massenvernichtung europäischer Jüdinnen und Juden. Es gibt viel zu viele Beispiele für Genozide, ich kann sie hier unmöglich alle auflisten. Bis zum heutigen Tag ist Genozid ein Thema – denken wir nur mal an die Uiguren in China oder an den Jemen.

Genozid ist das schlimmste, niederträchtigste aller Verbrechen. In unserem heutigen Abschnitt aus 2. Mose 1 wird im Detail beschrieben, wie der ägyptische Pharao die Hebammen anwies, alle Söhne hebräischer Mütter umzubringen. Warum sollte er so etwas tun? Das hebräische Volk vermehrte sich. Es ging den Menschen prächtig, obwohl sie hart arbeiten mussten und von den Ägyptern unterdrückt wurden.

 

 

Zwei der Hebammen – Schifra  and Pua – werden explizit erwähnt und in Vers 17 heißt es über sie: „Aber weil die Hebammen Ehrfurcht vor Gott hatten, gehorchten sie dem König von Ägypten nicht und ließen die Jungen am Leben.“

Diese beiden Frauen fürchteten Gott mehr als den ägyptischen König. Ihre Hochachtung vor Gottes Autorität war größer als ihr Respekt vor der Autorität des Pharaos. Sie waren kühn, lehnten sich schweigend auf und erwiesen Treue.

Als man sie später fragte, warum sie die Jungen am Leben ließen, lenkten die Hebammen geschickt ab, indem sie behaupteten, die hebräischen Frauen würden ihre Dienste selten in Anspruch nehmen müssen. Der Pharao war frustriert und weitete seinen Plan aus. Er befahl: „Werft alle neugeborenen hebräischen Jungen in den Nil, aber verschont die Mädchen.“ (2. Mose 1,22).

Gott sah den Glauben dieser Frauen und belohnte ihn: Er gab ihnen zahlreiche Nachkommen und ließ zu, dass sich das hebräische Volk vermehrte und sehr stark wurde.

Und vielleicht war Gott nicht der einzige, dem der Mut von Schifra und Pua auffiel. Ihren mutigen Glauben gaben sie wie ein Erbe weiter. Möglicherweise haben sie direkt oder indirekt Moses Mutter und Schwester den Mut gegeben, den sie brauchten, um den Jungen zu retten. Stell dir vor, wie anders die Geschichte von Gottes Volk aussehen würde, wenn man Mose aus der Story herauslöschen würde.

Ich weiß nicht, wie viele Menschenleben Schifra und Pua gerettet haben, aber auch nur ein einziges Kind, das nicht sterben musste, bedeutete unzählige Nachkommen in zukünftigen Generationen.

Ich liebe es, dass Gott durch zwei gewöhnliche, berufstätige Frauen Sein Volk beschützte. Ich liebe es, dass sie in der Bibel namentlich erwähnt werden und an sie explizit erinnert wird. Ihr Beitrag war wichtig und einzigartig. Ich liebe es, dass sie nicht Menschen gehorchten, sondern Gott. Ich liebe es, dass sie mit ihrem Gehorsam dazu beitrugen, dass der Völkermord am hebräischen Volk eingedämmt wurde.

Gott arbeitet mit ganz normalen Menschen, sogar in außerordentlichen Zeiten. Aus Alltäglichem heraus kann er Wunder tun. Lass uns wie Schifra und Pua sein, ohne große Worte dienen und immer treu bleiben, egal wie es um uns herum aussieht.

Sara

 

Herausforderung Woche 6:

Wir müssen unseren Glauben an unsere Kinder und an die nächste Generation weitergeben, müssen denen, die nach uns kommen, ein göttliches Erbe hinterlassen. Welche Person in deinem Leben hat ihren Glauben gut ausgelebt und dich inspiriert, es ihr nachzutun? Erzähle diese Woche unbedingt davon, welchen Unterschied sie in deinem Leben gemacht hat. Wem kannst du die Hand entgegenstrecken? In wen kannst du gezielt investieren? Es gibt viele Möglichkeiten, ein göttliches Erbe zu hinterlassen, aber alle haben eines gemeinsam: Es beginnt mit der Entscheidung, den ersten Schritt zu gehen.