Die Folge von Glauben

 

 

In den beiden Passagen von heute, lesen wir von zwei Frauen, die Jesus unendlich vertrauten. Sie suchten unbeirrt nach Heilung. Die eine Frau für ihr Kind, die andere Frau für sich selbst.

Ich habe diese Geschichten immer sehr gemocht. Aber ganz besonders mag ich die Geschichte von Jesus, die in Lukas 8 steht. Es ist so ergreifend zu sehen, wie Jesus, der völlig Gott aber auch völlig Mensch war, eine Frau, die seit 12 Jahren blutete, heilte und Sich um sie kümmerte. Vielleicht liegt es daran, dass es ein eindeutig weibliches Problem war, das Jesus heilte oder der tiefe Glaube einer Frau, an dem sich Gottes Macht der Heilung offenbarte. Ganz gleich, ich liebe diese Geschichte, denn sie zeigt die Güte unseres Gottes, der bereit ist zu heilen. Und die Geschichte zeigt den Glauben einer erschöpften, kranken Frau. Ich finde es genial, dass Jesus den Frauen in beiden Passagen sagt, dass ihr Glaube an Ihn sie geheilt hat.

Verse wie diese erinnern mich daran, dass der Glaube an Christus niemals leer ausgeht. Aber wenn ich ehrlich bin, so sehr ich mich auch mit diesen Frauen identifizieren möchte, trete ich eher vor Gott, wie der Vater des besessenen Jungen in Markus 9. In dieser Geschichte geht es um einen Jungen, der einem Dämon besessen war und von Kindesbeinen an Schaum vor dem Mund hatte. Er war dem Tod geweiht. Sein Vater, der schwer unter den Qualen seines Sohnes litt, kam zu Jesus und sagte: „Hab Erbarmen mit uns und hilf uns. Tu etwas, wenn du kannst.“ (Markus 9,22)

Habe ich das gerade richtig gelesen? „Jesus, wenn du kannst…“

Lass mich eine Sache klarstellen: Jesus kann immer. Und doch kann ich den Vater in Markus 9 sehr gut verstehen. Viel zu oft stelle ich Gottes Können in Frage. Ich liebe die Antwort, die Jesus dem Vater in den folgenden Versen gibt. Er ist voller Mitgefühl für diesen zweifelnden Vater. Genauso mitfühlend wie Er zu den Frauen in Lukas 8 und Matthäus 15 auch war. Jesus antwortet dem Vater (frei formuliert), „Wenn ich kann? Mein liebes Kind, alle Dingen sind möglich, denen, die vertrauen und glauben.“ Und dann heilte Er den Jungen.

Und wie hat der Vater reagiert?

„Ich glaube! Aber hilf mir, dass ich nicht zweifle!“ (Markus 9,24)

Ich finde es genial, dass diese Aussage in der Bibel steht. Ich liebe die zwei Frauen, die für ihren Glauben alles auf sich genommen haben, um zu Jesus zu kommen. Und dann ist da in Markus 9 dieser Vater, der in ein und demselben Atemzug seinen Glauben und sein Bedürfnis nach Hilfe zum Glauben ausspricht. Hier haben wir Beispiele von starkem und schwachem Glauben. Und doch erleben alle, die Jesu Namen anrufen, einen mitfühlenden Jesus. Das ist eine gute Nachricht für alle, die zwar glauben, aber gleichzeitig mit Zweifeln ringen. Wir erleben genau dann Heilung, wenn wir unser Gebet einleiten mit: „Gott, wenn du kannst…“

Dieses Gebet ist auch für all diejenigen, die sich einen kindlichen Glauben wünschen, aber von selbst einfach nicht dort hinkommen.

Die Frauen, von denen wir in Matthäus und Lukas lesen, hatten einen starken, natürlichen Glauben. Gott weiß, wie oft ich für denselben Glauben gebetet habe. Aber für uns, die erschöpft sind und Verletzungen und Enttäuschungen erlebt haben, ist das Beispiel von dem Vater in Markus 9 bestimmt.

Wenn dein Glaube also stark ist, proklamiere ihn mutig mit deinen Worten und Taten wie die Frauen, von denen uns in Matthäus und Lukas berichtet wird.

Wenn dein Glaube aber schwach ist, dann lass dich von dem aufrichtigen aber schwachen Glauben trösten. Entscheide dich ganz bewusst dazu, dich eins zu machen mit unserem Gebet: „Ich glaube! Aber hilf mir, dass ich nicht zweifle!“

Brittany