Hoffnung weil Gott dich liebt

 

Wir benützen das Wort “Hoffnung“ ständig beim Sprechen. Wo ich lebe, in Nordirland, ist das Wetter eines der Topthemen. Und in dieser Jahreszeit sagen die einen Leute, „Ich hoffe, es schneit bald,“ während andere sagen, „Ich hoffe, es kommt kein  Schnee!“ Wir sprechen aber auch in ernsteren Gesprächen von Hoffnung, beispielsweise, „Hoffentlich bestehst du deine Prüfung“ oder „Ich hoffe, der Arzt hat gute Nachrichten für dich.“ Ich habe auch schon manche schwierige Frage kleiner Kinder mit, „Ich hoffe es“ oder „Ich hoffe, nicht“ beantwortet. Der Ausgang einer Situation liegt nicht in unserer Hand, aber wir hoffen, dass sich die Ereignisse in die erwünschte Richtung entwickeln. Wir hoffen, weil wir weder sicher sein können, was passieren wird, noch können wir es ändern.

Wenn wir das Wort „Hoffnung“ jedoch in der Bibel lesen, handelt es sich nicht um Wunschdenken, dass alles gut ausgehen wird. Wenn wir auf Gott hoffen, haben wir allen Grund zur Freude, denn wir können sicher sein, dass eintreten wird, was Gott gesagt hat! In Römer 5,1-2 steht, „Da wir nun durch den Glauben von Gott für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden mit Gott durch das, was Jesus, unser Herr, für uns tat. Christus hat uns durch den Glauben ein Leben aus Gottes Gnade geschenkt, in der wir uns befinden, und wir sehen voller Freude der Herrlichkeit Gottes entgegen.“

Dass unsere Hoffnung sicher ist, liegt an dem, auf den wir hoffen. Unsere Hoffnung liegt auf dem Einen, der alle Dinge erschaffen hat, der souverän und mächtig ist, der Wunder tut, uns kennt, unser Bestes will und der Seine Versprechen hält. In Josua 23,14 heißt es, „Bald werde ich sterben und den Weg alles Irdischen gehen. Tief in euren Herzen wisst ihr, dass jede Verheißung des Herrn, eures Gottes, wahr geworden ist. Nicht eine einzige blieb unerfüllt!“

Die ganze  Bibel hindurch hält Gott Seine Zusagen ein, selbst wenn Sein Volk es nicht tut. An Weihnachten denken wir an die Erfüllung Seiner Verheißung, den Messias in die Welt zu senden, den von Ihm versprochenen Erlöser zu unserer Rettung.

Das könnte zu dem Gedanken führen, „Wenn Gott doch souverän und mächtig ist, dann sollten Seine Nachfolger eigentlich keine Not, Schwierigkeiten oder Leid erleben. Das kann man wirklich nicht als ,das Beste‘ bezeichnen.! In Römer 5,3 heißt es weiter, „Wir freuen uns auch dann, wenn uns Sorgen und Probleme bedrängen, denn wir wissen, dass wir dadurch lernen, geduldig zu werden.“ Ja, du hast richtig gelesen: Wir sollen uns als Christen freuen, wenn wir Sorgen und Probleme haben. Wie geht das? Die nachfolgenden Verse erklären es uns: Geduld, Bewährung und Hoffnung (nach Luther). Wenn wir uns auf Gott verlassen, wird Seine Liebe durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen. Wir spiegeln Jesus der gefallenen Welt wider, die so voller Sünde und Leid ist, und führen andere zu Ihm.

Auch Jesus warnte Seine Jünger, dass sie leiden müssten: „Wenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon gehasst hat, ehe sie euch gehasst hat. Die Welt würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet, aber das tut ihr nicht. Ich habe euch erwählt, aus der Welt herauszutreten; deshalb hasst sie euch. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: `Ein Diener ist nicht größer als sein Herr.´ Da sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Und wenn sie auf mein Wort gehört haben, werden sie auch auf euch hören!“

Die Missionarin Dr. Helen Roseveare litt schrecklich dafür, Jesus nachzufolgen. In ihrem letzten Buch, „Die Entdeckung der Freude – trotz allem“, schreibt sie, „Solange ich auf Ihn vertraue, versuche in und für Ihn zu leben, solange kann ich gewiss sein, dass mich nichts versehentlich oder zufällig antasten darf. Gott ist souverän, Sein Wille geschieht – auf einem größeren Spielfeld, als ich es überblicken kann. Alles, groß oder klein, das in mein Leben tritt, hat einen tieferen Sinn und eine Absicht. Das ist einfach erstaunlich! Er bietet mir das Vorrecht an, an Seinen Absichten teilzuhaben, an Seinem Plan, einen Moment nach dem anderen. Auf diese Art und Weise kann ich alles, was kommt, als „Privileg“ betrachten!  Ob es nun schmerzlich oder freudig ist, ob ich darin einen Sinn erkennen kann oder nicht: ALLES ist Vorrecht. Der nächste Schritt ist dann, dass ich mich über alles freue – und es auch wirklich so meine: freuen auch dann, wenn mich Sorgen und Probleme bedrängen.“

Das können wir nicht wirklich verstehen und würden es so nicht wählen, aber wir sind gesegnet, wenn Gott uns erwählt und uns Sorgen und Probleme anvertraut. Diese Sorgen entwickeln unsere Geduld, unseren Charakter und unsere Hoffnung und gleichzeitig geben wir Ihm damit die Ehre. So war es bei Hiob und vielen anderen Heiligen.

Wenn du bisher noch keine Probleme wegen oder für Christus erlitten hast, bereite dich darauf von, denn sie werden kommen. Wenn du gerade schwierige Tage erlebst, weil du Christ bist, sei mutig. Der Herr hat dich erwählt. Er wird dich tragen, während du auf Ihn vertraust. Wenn du treu fest an Ihm hältst, wird er dadurch verherrlicht. Und darüber kannst du dich freuen! Freuen wir uns alle an dem Gedanken an Gottes Treue zu uns während des ganzen Jahres und all die Jahre, seit wir mit Ihm gehen. Wir können voller Hoffnung in das neue Jahr gehen, weil wir wissen, dass Seine treue bis in alle Ewigkeit bestehen wird.

„Deshalb bete ich, dass Gott, der euch Hoffnung gibt, euch in eurem Glauben mit Freude und Frieden erfüllt, sodass eure Hoffnung immer größer wird durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ – Römer 15,13

Julie

 

Herausforderung für Woche 3

Paulus sagt uns in Römer 5,3-5, dass unsere Zuversicht in die Erlösung nicht enttäuscht wird. Glaubst du das? Wurde deine Hoffnung jemals enttäuscht? Was gibt dir die Gewissheit, dass deine Hoffnung in Christus niemals enttäuscht wird?