Zugesprochene Versorgung

Unser dreijähriger Enkel lebt seit dem Frühjahr bei uns, und wir tun unser Bestes, dass er sich wohl und sicher in unseren vier Wänden fühlt. Wir haben inzwischen einen festen Tagesablauf, und er weiß, was ihn erwartet. Wenn Oma ihm einen Snack nach dem Mittagschlaf verspricht, weiß der kleine Mann, dass er nach dem Aufwachen eine große Portion frische Bananenscheiben bekommt.

Trotzdem quengelt er gelegentlich und fragt, „Wo sind meine Bananen?“

„Hier, mein Herz.“ Dann stehe ich auf und hole das Gefragte aus dem Kühlschrank. Jedes Mal. Oma hat es versprochen. Oma hält ihr Wort.

Manchmal, während ich den Kleinen dabei beobachte, wie er auch das letzte kleine Stück vom Teller putzt, denke ich darüber nach, wie viel Ähnlichkeit meine Kommunikation mit meinem himmlischen Vater doch mit einem kleinen Kind hat. Gott hat mir versprochen, mir alles zu schenken, was ich brauche. Und trotzdem stelle ich es gelegentlich infrage und beklage mich.

Mir fehlt es an nichts. Gott versorgt mich mit Seiner Freundlichkeit und Güte, aber leider verfüge ich oft nur über ein Kurzzeitgedächtnis.

In Josuas Zeit erhielten die Leviten kein Land. Gott selbst war ihr Teil, und sie beschlossen, ihren Anspruch auf Gottes Wort zu stützen: „Der Herr hat durch Mose befohlen…“ (Josua 21,2). Die waren überzeugt, dass Gott schenkt, was Er zugesagt hat.

So wir Gott den Leviten einen Ort auf Erden errichtete, so bereitet Er uns einen Ort der Ruhe und Erlösung im Himmel. Mag sein, dass wir uns jetzt fragen, was Gott vorhat? Aber wir dürfen sicher sein, dass Er bald aufstehen und uns völlig wiederherstellen und uns absolute Erlösung bringen wird.

 

 

Der Psalmist ermutigt uns während wir noch warten zu beten, dass Gott uns Erkenntnis und Verstehen schenkt: „Hilf mir, die Bedeutung deiner Gebote zu begreifen, und ich will über deine wunderbaren Werke nachdenken“ (Psalm 119,27).

Anstatt also vor uns hinzumurmeln, was uns angeblich fehlt, lasst uns nach vorne schauen und über Gottes wundervolle Werke für uns nachdenken. Lasst uns folgende Wahrheiten nicht vergessen:

  • Dass der Satan keinen Zugriff mehr auf mich hat und ich zu Gott gehöre (Kolosser 1,4).
  • Dass mich Gott in Seine Familie adoptiert hat (Epheser 1,5).
  • Dass ich in Christus tief verwurzelt bin (Kolosser 2,7).
  • Dass alle meine Bedürfnisse aus dem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, gestillt werden (Philipper 4,19).
  • Dass mich nicht von der Liebe Gottes zu trennen vermag (Römer 8,35).
  • Dass ich Miterbe an Seinem herrlichen Erbe bin (Römer 8,17).
  • Dass ich mit Christus im Reich Gottes sitzen werden (Epheser 2,6).
  • Dass ich aus Gott geboren bin und der Feind mir nichts antun kann. Gott ist mein Schutz (1. Johannes 5,18).
  • Dass ich gewiss sein kann, dass Gott das gute Werk, das Er in mir begonnen hat, auch beenden wird (Philipper 4,13).
  • Dass ich in Christus, der stark ist, alles zu tun vermag (Philipper 4,13):

Der Feind deiner Seele möchte dich glauben machen, dass dir etwas fehlt und du nicht überleben kannst. Er will dich verrückt machen und Zweifel säen. Überlass ihm keinen Raum in deinem Kopf.

Gott hat versprochen, dir alles zu geben, was du benötigst. Du kannst dich auf Ihn verlassen. Jedes Mal.

Im Glauben verbunden,

Lily