Zwei Lektionen aus Josua 9

 

 

Sicher hattest du schon einmal das Gefühl, dass die ganze Welt gegen dich ist. Vielleicht sogar heute? Wohin du auch schaust, bist du umgeben von Konkurrenzkampf… Riesen… Hindernissen… Gegnern.

Kapitel 9 erzählt von einer Situation, als es den Israeliten so erging.

Sie hatten ganz offiziell das Verheißene Land eingenommen – eine Zusage direkt von Gott – aber da gab es ein großes Problem. Das versprochene Land wurde bereits von anderen bewohnt.

Was nun? Kommt dir das irgendwie bekannt vor?

Tatsächlich war das Land von ziemlich vielen besetzt – von den Hügeln bis in Täler war es von Menschen bewohnt. Und Gott befahl den Israeliten, sie alle zu vertreiben und das Land für sich in Besitz zu nehmen.

Sehr schnell wurde das Ganze sehr unangenehm.

Da waren nicht nur viele, sondern die Bewohner schlossen sich gegen Josua und Israel zusammen (Josua 9,2).

Du denkst, der Erfolg ist zum Greifen nahe und dann musst du feststellen, es war nur das Sprungbrett in die nächste große Schlacht.

Bis dahin hatte Gott bereits Beachtliches geleistet. Er hatte ein Wunder nach dem anderen gewirkt, mit denen Er das Volk Israel aus Ägypten heraus und ins Verheißene Land hineingebracht hatte. Immer wieder hatte Er Seine Treue unter Beweis gestellt. Gezeigt, dass Er Sich an Seinen Bund mit ihnen hält. Dass Er ein Gott ist, der zu Seinem Wort steht. Und trotzdem nahmen die Israeliten die Dinge selbst in die Hand. Als die Gibeoniter ihnen vorgaukelten, sie seien ein heruntergekommenes Volk auf der Flucht, fielen die Israeliten – ohne Rücksprache mit Gott – auf ihre Lüge herein (Josua 9,14).

Großer Fehler. Ein wirklich großer Fehler.

Wenn vor dir eine überwältigende Situation lag, hast du dich vielleicht auch in die Irre führen lassen.

In so einer Lage verzagt unser Glaube schon einmal. In der natürlichen Welt  sind wir vergesslich. Selbst wenn wir schon mehrfach Zeugen von Gottes Macht geworden sind, preschen wir alleine vor und nehmen Dinge in die eigene Hand, anstatt den Herrn zu fragen.

… und müssen dann mit den Folgen leben.

Wir können zwei Lektionen aus der Geschichte mit den Gibeonitern in Kapitel 9 lernen:

  1. Verlass dich nicht auf deinen Verstand. Verlass dich auf den Herrn. Setze auf Gottes Stärke und vertraue darauf, dass auf Seine Zusagen Verlass ist. Er wird deine Wege ebnen, und Ihm gehört der letzte Sieg (Sprüche 3,5-6). Hör auf, dir zurückholen zu wollen, was du bereits im Glauben in Gottes Hand gelegt hast.
  2. Gott ist ein erlösender Gott selbst in unserem Versagen. Gott erfülltnicht nur Seine Versprechen gegenüber Israel, Er öffnet auch ihren Feinden die Augen, dass diese Ihn erkennen und fürchten (Josua 9,24). Von 1. Mose bis Offenbarung schreibt Gott an der wundervollsten Erlösungsgeschichte, und Sein Name ist Jesus.

Wenn du dich also auf dem „Sprungbrett“ wiederfindest, spring hinein in Gottes Gnade. Heute ist ein wirklich guter Tag, Ihm deinen Willen unterzuordnen und Ihm die Zügel zurück in Seine Hände zu geben. Wir müssen uns jeden Tag aufs Neue entscheiden, in Seinem Sieg zu gehen.

Zu Seinen Füßen,

Whitney

 

Unter uns: Welche Situation ist es, in der du die Zügel wieder deinem Retter überlassen musst?

Herausforderung für Woche 4: Bitte Gott diese Woche im Gebet, dass du Ihn klarer in deinem Leben erkennst. Bitte Ihn um geistliche Augen, dass du Ihn sehen kannst, und dann schreibe alles auf, wie Er diese Woche in deinem Leben gewirkt hat.