Täuschungen erkennen

Unsere heutige Geschichte handelt von Täuschung. Josua und das Volk Israel nahmen eine Stadt nach der anderen ein. Die Kanaaniter hatten Angst vor ihrem mächtigen Gott. Die Gibeoniter wollten gar nicht erst gegen Israel kämpfen, und so dachten sie eine List aus, wie sie einen Friedensvertrag mit Israel erwirken könnten.

„Als die Einwohner Gibeons jedoch hörten, was Josua mit Jericho und Ai getan hatte, dachten sie sich eine List aus. Einige gingen als Boten zu Josua. Sie beluden ihre Packesel mit verwitterten Satteltaschen und alten, zerschlissenen und geflickten Weinschläuchen. Sie zogen abgetragene, zerlumpte Kleidung und geflickte Sandalen an und nahmen trockenes, altes Brot mit auf die Reise. Als sie ins israelitische Lager in Gilgal kamen, sagten sie zu Josua und den Männern von Israel: ‚Wir kommen aus einem fernen Land und bitten euch, einen Friedensvertrag mit uns zu schließen.‘“ – Josua 9,3-6

Als die Israeliten die Gibeoniter sahen, glaubten sie ihnen ihre Geschichte. Sie vertrauten auf das, was sie sahen, und nahmen sich nicht erst die Zeit, den Herrn zu fragen. So kam es zu dem Bündnis mit einem Volk, das der Herr ihnen geboten hatte zu besiegen.

„Josua und die Prinzen Israels handelten impulsiv und nahmen sich nicht die Zeit, den Herrn zu Rate zu ziehen. Sie entschieden auf Basis dessen, was sie sahen und nicht aus dem Glauben heraus. Nachdem sie sich die Erklärung der Fremden angehört und die Beweismittel angesehen hatten, kamen Josua und seine Anführer zu dem Schluss, dass die Männer die Wahrheit sagten. Israel ging die Sache „wissenschaftlich“ und nicht „geistlich“ an. Sie verließen sich auf ihre eigenen Sinne, begutachteten die „Fakten“, diskutierten die Angelegenheit und einigten sich auf eine Entscheidung. Und obwohl alles sehr logisch und überzeugend wirkte, war es doch total verkehrt.“ (aus: „Be Strong“ von Warren Wiersbe)

Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich Entscheidungen auf Augenschein hin getroffen habe, und am Ende war es doch die falsche Entscheidung gewesen.

Täuschung ist eine der Lieblingstaktiken des Feindes. Die Bibel lehrt uns, dass er ein Täuscher ist, dass er sich als Engel des Lichts ausgibt (2. Korinther 11,14). Satan ist ein Lügner, der mit allen Mitteln versucht, dass wir seine Lügen anhören und glauben.

Er ist ein Meister der Täuschung, ein Experte darin, Schlechtes vor unseren Augen leuchten zu lassen, damit wir den Köder schlucken. Satan verbirgt sich immer hinter einer Maske.

Damit wir nicht auf die Listen den Teufels hereinfallen, müssen wir den Herrn jeden Tag suchen. Nur wenn unser Leben fest auf der Wahrheit Gottes wurzelt, durchschauen wir die Täuschungen des Bösen.

 

 

„Doch was der Herr will, gilt für immer, und was er beabsichtigt, steht für immer fest.“ – Psalm 33,11

Unser Gott ist allmächtig. Er kann die Pläne der Menschen bedeutungslos machen. Unser Verstand verlässt sich auf Umstände und Gefühle, aber Sein Ratschluss steht für immer fest. Er offenbart uns Seine Wahrheit in Seinem Wort. Deshalb sollen wir es erforschen und danach handeln, damit wir lernen, mit dem geistlichen Auge zu sehen und nicht mit dem körperlichen.

Unter uns: Was kannst du heute tun, um dein geistliches Auge zu aktivieren?

Glücklich, Ihm dienen zu dürfen,

Edurne