Schenk uns den Sieg, Gott

 

 

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen. Und ich möchte den Ausgang der Geschichte auch nicht vorher kennen. Das mag bei Märchen und Romanen funktionieren, aber als Christ kenne ich das Ende, mit Gott steht es bereits fest.

Kleiner Tipp im Voraus: Er gewinnt.

An was denkst du bei dem Wort SIEG?

Ich assoziiere es mit sportlichen Wettkämpfen oder militärischen Auseinandersetzungen. Manchmal sieht ein von Gott geschenkter Sieg so aus wie in den Versen heute, siehe Josua 8,18-22, wo den Israeliten Erfolg versprochen wurde, wenn sie versuchten, die Stadt Ai einzunehmen; und so kam es dann auch.

Aber auch in unseren Leben gibt es Gott geschenkte Siege – ruhiger, weniger aufsehenerregend und oft werden sie übersehen.

  • Dem Gläubigen, der barmherzig reagiert anstatt mit Hass.
  • Der Mutter, die sich für das ungeborene Leben entscheidet.
  • Die Ehe, um deren Bestehen beide Partner kämpfen.
  • Die verlorene Seele, die in Gottes Willen zurückkehrt.

In Jesus gehört uns der Sieg.

Das bedeutet nicht, dass wir jeden Wettkampf gewinnen oder jedes Mal Erfolg haben. Und das frustriert mich gelegentlich ziemlich. Uns wurde der Sieg doch versprochen?! Was ist also mit dem neuen Job, der sich einfach nicht auftut? Oder unserer Gesundheit, die sich nicht bessert? Warum passieren guten Menschen furchtbare Dinge? Wieso kommt es uns so vor, als übernähme die säkulare Welt das Ruder und versucht Jesus am Rand zum Schweigen zu bringen?

Wir müssen uns daran erinnern, dass wir nur ein kleines Sichtfeld haben. Gott allein kennt und sieht den Plan für die gesamte Menschheit. Verliere nicht den Glauben daran, dass Er im Hintergrund zu deinem Besten handelt.

Ein bekanntes Lobpreislied ermutigt mich, wenn ich den Eindruck habe, Gott lasse Sich mit dem Sieg mal wieder viel Zeit. (Und es passt hervorragend zum Buch Josua, denn es spielt auf Josua 6 an, wo Gott den Israeliten befiehlt, um die Stadtmauern Jerichos zu laufen, bevor sie einstürzen und Er sie die Stadt besiegen und einnehmen lässt.)

„Ich lauf um Mauern rum,

hoffe, sie fallen um,

denn du lässt mich niemals im Stich.

Hoff, dass der Wind sich dreht,

weil dein Sieg längst feststeht.

Herr, du lässt mich niemals im Stich.

 

Dein Wort bleibt bestehn.

Ich bin in deiner Hand, deiner Hand.

Du bleibst immer treu. Darauf vertraue ich.

Du lässt mich nie im Stich.”

(Elevation Worship, 2017)

In 1. Korinther 15,57 heißt es, „Wir danken Gott, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, den Sieg über die Sünde und den Tod gibt!“

Gott gehört am Ende der Sieg. Über die Sünde. Über den Tod. Über Satan.

Und wir waren erwartungsvoll auf diesen herrlichen Tag.

Sara