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Kraftvoll beten

Im Jahr 1727 versammelte sich eine Gruppe Gläubiger unter der Leitung von Graf Nikolaus Zinzendorf zu einem Abendmahlsgottesdienst. Tiefe Spaltung war in die Kirche eingedrungen und der junge Leiter hatte Wochen damit verbracht, jedes Mitglied seiner Gemeinde zu besuchen. Er forderte sie dazu auf, Buße zu tun, einander zu lieben, und in Einheit zu leben. Die Versammlung war der Höhepunkt seiner harten Arbeit und seiner leidenschaftlichen Gebete für Veränderung in der Mährischen Gemeinde, die er leitete.

An diesem Tag verwandelte sich Spaltung in Hingabe. Jede anwesende Person unterschrieb einen Vertrag, alles dem Dienst an Jesus Christus zu unterstellen. Nicht lange später versammelten sie sich erneut, um zu beten und ihre Stimmen zum Himmel zu erheben, um Gott zu preisen, und der Heilige Geist fiel spürbar auf sie.

Wir beten für Erweckung in unseren Gemeinden, doch diese Gruppe von Gläubigen tat die harte Arbeit der Buße, Vergebung, Übergabe und dann des Glaubens. Sie legten ihre persönlichen Absichten nieder, und folgten Jesus vor allem anderen.

In den darauffolgenden Wochen verpflichtete sich diese vom Heiligen Geist entflammte Gemeinde zu einer Rund-um-die-Uhr-Gebetswache. Jedes Mitglied verpflichtete sich, für eine Stunde zu beten und sie riefen 24h am Tag Gott an, sieben Tage die Woche. Sie beteten hundert Jahre lang ohne Unterlass.

Bis 1791 hatte diese kleine Gruppe von Gläubigen dreihundert Missionare damit beauftragt, das Evangelium überall auf der Welt zu verkünden. Wie Oswald Chambers einmal so weise sagte: „Das Gebet bereitet uns nicht für das größere Werk vor, Gebet ist das größere Werk.“

Unser Retter opferte alles dafür, diese Welt in Flammen zu setzen und Freiheit für die verlorenen Seelen zu bringen. Jesus war durch Seinen eigenen persönlichen Gebetsweg während Seiner Dienstzeit auf Erden das Beispiel für uns alle:

„Ganz früh, es war noch Nacht, ging Jesus allein an einen einsamen Ort, um zu beten.“ (Mk. 1,35)

Jesus startete Seinen Tag damit, Sein Herz dem Willen des Vaters zu übergeben. Unser Retter sendet uns damit allen eine Botschaft: Hör niemals auf zu fragen, suchen und anzuklopfen. Ehre Seinen Namen. Schrei danach, dass Sein Königreich kommt. Geh auf die Knie und flehe darum, dass Sein Wille im Himmel auf der Erde vollendet wird.

Jesus kam nicht auf die Erde, damit wir fruchtlose Leben führen können, die keinen Ewigkeitswert hervorbringen. Freunde, wir sind dazu berufen, kraftvoll zu beten.

Unser Gebetsleben beginnt auszutrocknen und unsere  geistliche Leistungsfähigkeit verwelkt, wenn wir zwei Giften erlauben, uns im Kern anzugreifen:

Unglauben: Wenn wir ohne Glauben beten und mit Zweifeln gefüllt sind, sind wir wankelmütig wie eine aufgewühlte Welle in einem stürmischen Meer (Jak. 1,6-8).

 Fehlende Vergebungsbereitschaft: Wenn wir die Sonne über unserem Zorn untergehen lassen, beherbergen wir die Sünde in unseren Herzen, und behindern unsere Gebete. Wir sind gefüllt mit Bitterkeit, was den Heiligen Geist betrübt und dem Teufel die Gelegenheit gibt, Fuß in unserem Leben zu fassen (Eph. 4,26-32; Ps. 66,18).

Möchtest du kraftvoll beten? Dann geh mit einem reumütigen Herzen auf die Knie.

Sehnst du dich nach einer veränderten Welt? Dann liebe wie Jesus.

Hoffst du darauf, Erweckung zu erleben? Dann entwurzle all die Bitterkeit, die dich davon abhält, in Einheit mit dem Leib Christi zu leben.

Brauchst du ein Wunder? Dann glaube daran, dass der allmächtige Gott mehr tun wird, als du bitten, denken oder dir vorstellen kannst.

Erweckung beginnt in deinem Gebetsraum, wenn du weiterhin zu Jesus rufst.

Lyli